Ich sage es so wie es ist: Der Allerliebste und ich, wir sind kleine Drecksschweinchen. Wollmäuse fliegen aus Prinzip unter dem Bett herum, der Hund verliert wahnsinnig viele Haare und wir vergessen auch schonmal einige Tage den Papiermüll runterzubringen, solange, bis es sich lohnen würde, daraus ein Haus zu bauen. Dazu sind wir ganz schöne Chaoten. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie Leute es schaffen, ihre Kleiderschränke in Ordnung zu halten. Für mich sind Kleiderschränke schwarze Löcher, und ich kann hundertmal aussortieren, ordnen, falten und in eine Reihe hängen- zwei Tage später muss ich die Tür zuhalten und rasch den Schlüssel umdrehen, damit mir nicht das ganze Innenleben in einer riesen Welle entgegenkommt. Das war schon in meiner Kindheit so, und nicht nur einmal wurde meine Mutter beinahe erschlagen von den Wäschemassen, die ihr da entgegen kamen, wenn sie den Schrank aufmachen wollte. Es ist aber nicht nur mit den Kleiderschränken so… das gleiche passiert mir auch mit Vorratsschränken (irgendwann kommt mir immer Mehl oder Tee entgegen), oder mit Kühlschränken. Ich schiebe das auf mein mangelndes Tetris-Talent- schon damals habe ich es nicht hinbekommen, die Dinge sinnvoll übereinander zu stapeln. Und wenn ich etwas rausnehme und es dann wieder wegräume, stopfe ich’s halt einfach rein- egal ob das passt oder nicht. So fand sich früher im Kleiderschrank auch frische neben Dreckwäsche. Meine Mutter sagte immer nur ‘wegräumen’. Und weggeräumt war es dann. Einfach, bequem- und vollkommen uneffektiv.
Ich mag es nicht so unordentlich, dass man nicht mehr drüber wegsteigen kann, aber auch nicht so ordentlich, dass es wie im Möbelhaus aussieht. Doch hat Unordnung ja bekanntlich wenig mit Unsauberkeit zu tun (finde ich übrigens nicht. Ich finde, es geht Hand in Hand- man putzt automatisch eine ordentliche Wohnung öfter, ist meine Erfahrung). Und wir merkten, dass letzteres ein wenig einzureißen drohte- und deswegen war ich auf der Suche nach einer organisierten Form einer Aktivitäten, oder, kurz gesagt, einem Putzplan. Denn unorganisiert sind wir dazu auch noch. Ja, man fragt sich schon, wie wir es schaffen, nicht ständig an dem Brett vor unserm Kopf anzustoßen, oder? Ich sage nur eins: Am gleichen Tag Geburtstag zu haben und einander so ähnlich zu sein hat nicht nur Vorteile!
Rettung nahte in dem Dienst von Casablitzblanca.de. Hier gibt es nicht nur die Möglichkeit, sich täglich eine Mail (‘Casamail’) schicken zu lassen, die einem die täglichen Putzaufgaben auf dem Silbertablett serviert, sondern auch einen Putzplan zum runterladen. Die Mails bekomme ich schon seit einiger Zeit, und wir folgen jetzt seit einer Woche streng dem Plan. Und was soll ich sagen- plötzlich ist hier eine gewisse Grundsauberkeit zu merken, alle Chaosecken werden nach und nach abgebaut. Klar hätten wir auch selbst einen Putzplan kreiieren können, aber der kluge Chaot ist eben faul. Auf jeden Fall ein netter Dienst für unorganisierte, chaotische Drecksschweinchen wie meinen Allerliebsten und mich!
Und was ist mit euch?
Chaot oder Putzteufelchen?