Wandergeschichten

Ja, ich habe mich in letzter Zeit ganz schön rar gemacht. Grund war nicht nur meine in diesem Jahr chronische Herbstmüdigkeit, sondern auch die Tatsache, dass wir momentan viel unterwegs sind. Wir erkunden mit dem Hundi die Landschaft hier, meistens in Richtung Eifel. Es gibt hier unendlich viele Wanderwege und Wiesen, Weiher, Berge, Talsperren, Felder, Wälder. Es dauert etwa eine halbe Stunde Fußweg bis in die absolute Einöde, und dann kann man theoretisch wochenlang weiterwandern. Für den September haben wir zum Beispiel den viertägigen Wildnis Trail im Nationalpark Eifel geplant. Im ganzen etwa 85 Kilometer quer durch den Park in Tagesetappen auf eigene Faust. Wir freuen uns darauf schon sehr, und hey… Mitwanderer kann man immer gebrauchen. Wenn jemand Lust hat? Start ist in Aachen.
Der Nationalpark hat einiges zu bieten- seltene Tierarten (Luchse, Wildkatzen, Uhus, Schwarzstörche, Flussperlmuscheln…) und einen Haufen faszinierender Pflanzen, zum Beispiel Wildnarzissen. September ist genau die richtige Zeit, da ist es noch nicht wirklich kalt, aber auch nicht mehr zu warm. Es gibt nichts schöneres als den Herbst im Wald zu sein. Bilder en masse gibt es hier zu sehen, bis meine eigenen da sind ;-)
Und wo ich jetzt sehe, was es hier alles zu entdecken gibt, wünsche ich mir noch viel mehr ein Fahrrad. Mit Kilometerzähler.
Als kleines Schmankerl gibts ein kleines Bild vom schneebedeckten Nationalpark:

Veröffentlicht unter Alltägliches | 3 Kommentare

Die Invasion der Grünlilien

Heute morgen gingen der Allerliebste und ich zum Baumarkt, um neue Regale für unsere Bücher zu erstehen. Soweit, so gut. Natürlich ging’s danach auch noch in die Pflanzenabteilung, wie jedesmal, wenn ich einen Baumarkt betrete. Und da wartete sie auf mich- eine arme kleine Grünlilie, gedrungen, als Hängepflanze in der dunkelsten Ecke verballhornt und geradezu erstickt von ihren Ablegern, die nie entfernt wurden. Kurzerhand nahm ich sie mit, ihr versprechend, dass sie bei uns einen schönen Flecken auf der Fensterbank bewohnen könne. Zwei kleine Erdbeeren durften gleichfalls mit uns mit und bevölkern jetzt die Küchenfensterbank. Ich habe Erdbeerchen noch nie drinnen gezogen, glaube aber, dass das mit entsprechender Luft was wird. Tipps?

Die Grünlilie jedenfalls befreite ich erstmal von ihren Ablegern. Gezählt habe ich sie noch nicht, aber zum Schluss war die Pflanze auf die Hälfte ihres Volumens geschrumpft- und ich schätze, dass es so 25- 30 Ableger sind. Alle entfernt, mühevoll voneinander getrennt und zum Wurzeln ins Wasser gestellt. Und nu? Jetzt habe ich 30 Pflanzen statt einer (ich sah zwar, dass es viele waren, aber mit so vielen hätte ich nicht gerechnet) und weiß nicht, wohin mit ihnen, wenn sie erstmal in Töpfen sind- denn Grünlilien wachsen wie Unkraut. Glücklicherweise verträgt diese Pflanze so gut wie jeden Standort- ist auch gut für sie, denn jetzt muss sie mit jedem Eckchen in der Wohnung Vorlieb nehmen. Eigentlich hatte ich ja für die nächste Zeit geplant, meine Efeutute zu vermehren- das überlege ich mir jetzt noch mal.

Wenn unsere Wohnung in ein paar Monaten zugewuchert ist und uns keiner mehr sieht- keine Angst, wir wohnen da noch!

Veröffentlicht unter Alltägliches | 5 Kommentare

Newsflash

Pünktlich zum Wochenende melde ich mich und gebe einen kleinen Statusbericht.

+++Morgen fahren wir nach Bochum zur Kulinaria und den Eltern des Allerliebsten. Mal sehen, was sich da fotographisch so einfangen lässt.+++Ich bin mehr Einsiedler denn je.+++Und ich finde das nicht schlimm+++ Kirschtee ist momentan das Non-plus- ultra! Gestern waren’s vier Kannen+++Die gestrickten Socken von Beltane halten meine Füßchen wunderschön warm+++ corazons Hanni und Nanni Bände sind längst durchgelesen- aktuell lese ich die Harry Potter- Reihe nochmal von vorne bis hinten+++Das Teeregal platzt aus allen Nähten- ich muss wohl noch ein zweites nähen+++Manipulative Spielchen können gewisse Leute sich auch sparen- das zieht nicht mehr+++ Was passt wohl besser zu einem Schlafzimmer- petrol oder seegrün?+++Meine Haare sind jetzt endlich wieder taillenlang+++

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Veröffentlicht unter Alltägliches | 7 Kommentare

Bei uns sind…

…endlich die Brombeeren reif! Ich habe den Beweis!

Dann können wir bald tatsächlich mit dem Einkochen anfangen. Man ignoriere bitte meine etwas angeschlagene Nagelhaut.

Veröffentlicht unter Alltägliches | 3 Kommentare

Geschützt: Alkoholismus

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


Veröffentlicht unter Alltägliches | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.

Herbstzeitlose

Wie ihr seht, ist bei mir schon der Herbst eingezogen- ich fühle mich schon so herbstlich. Wie immer muss ich noch ein bißchen rumbasteln, bis es mir hundertprozentig gefällt- also nicht wundern, wenn sich noch etwas ändert…

Veröffentlicht unter Kreatives | 8 Kommentare

Gewitterstimmung

Ja, ich lebe noch! Am Mittwoch fuhr ich zu einer lieben Freundin, der Neith, um einfach mal wieder etwas durchzuatmen. Es war sehr schön- zwei schöne Tage voller veganem Essen, Tee, selbstgeernteten Äpfeln, barfuß wandern im kühlen sandigen Bachbett, drei sehr schmusebedürftigen Katzen und einer unglaublich magischen Gewitterstimmung. Als wir auf dem Feld standen und die Streuobstäpfel sammelten, da wurde es plötzlich still- still und dunkel und ganz seltsam. Ich finde diese Gewitterstimmung, kurz bevor es losgeht, einfach einmalig schön und die hat auch etwas surreales. So kontrastreich, alles knistert, man spürt die Spannung, die sich bald entladen wird. Und alles ist dann so still- als würde die Welt selbst auch den Atem anhalten. Und dann ging es los- ein solcher Platzregen, dass wir (da wir glücklicherweise mit dem Auto da) anhalten und warten mussten, weil einfach gar nichts mehr von der Straße zu erkennen war, trotz Scheibenwischer. Ganz schön gefährlich, wenn einem sowas auf der Autobahn passiert…

Wir haben beide das Gefühl gehabt, eher Herbst zu haben- die Luft riecht schon so, und bald kommt wieder die Zeit des leuchtenden Laubes, des Teetrinkens, des einkuschelns, des Kürbisses, der Dunkelheit, der frühen Abende. Ich liebe den Herbst so sehr… und kann es ehrlich gesagt kaum noch erwarten.

Donnerstag nachmittag verabschiedete ich mich, alle Bände von Harry Potter und ein paar ausgeliehene und wiedergewonnene Filme im Gepäck. Und am Wochenende hatten wir Besuch von unserer Rollenspielrunde, das war auch sehr schön- aber auch anstrengend. Was weniger an den Leuten als an der Tätigkeit an sich und dem wenigen Schlaf liegt. Der Allerliebste merkte Anzeichen von Migräne und liegt deshalb schon im Bett. Und ich? Tja, ich habe fünf Tage von eurem Leben verpasst… da muss ich erstmal alles nachlesen gehen.

Und es gibt noch eine gute Nachricht: Vor einiger Zeit sprach ich ja davon, dass ich Federn suche- die habe ich jetzt bei meinem Ausflug gefunden, sodass das Projekt jetzt endlich steigen kann. Juhu!

Veröffentlicht unter Alltägliches | 4 Kommentare

Jungfrau, weiblich, sucht:

… einen Kassettenrecorder. Einen ganz ordinären Kassettenrecorder, mit dem ich ganz ordinäre uralte Kassetten anhören kann. Hat jemand sowas noch auf dem Dachboden rumfliegen? Bevor ich mich an Ebay wende?

Veröffentlicht unter Alltägliches | 5 Kommentare

Freudentaumel

Erinnert ihr euch noch an mein Gejammer über Hanni und Nanni? Heute ist ein Päckchen mit dem Götterboten angekommen. Was es enthielt?

Seht selbst:

Corazon, eine fleißige Leserin meines Blogs, hat mir nicht nur einfach so fünf ihrer Hanni und Nanni Bücher vermacht bzw. geschenkt (aus dem Jahr 1965! Ist das zu fassen?), sondern hatte sogar noch ein paar Beigaben dazu gelegt- unseren heißgeliebten Alnatura Grünen Tee mit Zitrone, Pansenleckerlies für Robinson und einen süßen Schlüsselanhänger. Herzlichsten Dank, corazon, du Liebe!

Die Hälfte der Leckerlies existiert nicht mehr (Robinson hat uns das Paket förmlich aus der Hand gerissen), der Grüne Tee wird nachher aufgesetzt- und dann trink ich ihn während dem ersten Buch. Du hast mich damit sehr, sehr glücklich gemacht! Ich fasse es immer noch nicht, dass es Menschen gibt, die so nett sind.

So, und in meinem Freudentaumel den dieses schöne Geschenk bei mir ausgelöst hat zeige ich euch jetzt auch gleich noch meine Brighid. Die liebe Viana und ich haben sie in einer gemeinsamen Aktion an unsere kirschrote Wohnzimmerwand gepinselt. Die große Figur in der Mitte ist 55cm groß, so zur besseren Veranschaulichung.

Und jetzt geh ich lesen.

Veröffentlicht unter Alltägliches, Kreatives | 4 Kommentare

Casablitzblanca

Ich sage es so wie es ist: Der Allerliebste und ich, wir sind kleine Drecksschweinchen. Wollmäuse fliegen aus Prinzip unter dem Bett herum, der Hund verliert wahnsinnig viele Haare und wir vergessen auch schonmal einige Tage den Papiermüll runterzubringen, solange, bis es sich lohnen würde, daraus ein Haus zu bauen. Dazu sind wir ganz schöne Chaoten. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie Leute es schaffen, ihre Kleiderschränke in Ordnung zu halten. Für mich sind Kleiderschränke schwarze Löcher, und ich kann hundertmal aussortieren, ordnen, falten und in eine Reihe hängen- zwei Tage später muss ich die Tür zuhalten und rasch den Schlüssel umdrehen, damit mir nicht das ganze Innenleben in einer riesen Welle entgegenkommt. Das war schon in meiner Kindheit so, und nicht nur einmal wurde meine Mutter beinahe erschlagen von den Wäschemassen, die ihr da entgegen kamen, wenn sie den Schrank aufmachen wollte. Es ist aber nicht nur mit den Kleiderschränken so… das gleiche passiert mir auch mit Vorratsschränken (irgendwann kommt mir immer Mehl oder Tee entgegen), oder mit Kühlschränken. Ich schiebe das auf mein mangelndes Tetris-Talent- schon damals habe ich es nicht hinbekommen, die Dinge sinnvoll übereinander zu stapeln. Und wenn ich etwas rausnehme und es dann wieder wegräume, stopfe ich’s halt einfach rein- egal ob das passt oder nicht. So fand sich früher im Kleiderschrank auch frische neben Dreckwäsche. Meine Mutter sagte immer nur ‘wegräumen’. Und weggeräumt war es dann. Einfach, bequem- und vollkommen uneffektiv.

Ich mag es nicht so unordentlich, dass man nicht mehr drüber wegsteigen kann, aber auch nicht so ordentlich, dass es wie im Möbelhaus aussieht. Doch hat Unordnung  ja bekanntlich wenig mit Unsauberkeit zu tun (finde ich übrigens nicht. Ich finde, es geht Hand in Hand- man putzt automatisch eine ordentliche Wohnung öfter, ist meine Erfahrung). Und wir merkten, dass letzteres ein wenig einzureißen drohte- und deswegen war ich auf der Suche nach einer organisierten Form einer Aktivitäten, oder, kurz gesagt, einem Putzplan. Denn unorganisiert sind wir dazu auch noch. Ja, man fragt sich schon, wie wir es schaffen, nicht ständig an dem Brett vor unserm Kopf anzustoßen, oder? Ich sage nur eins: Am gleichen Tag Geburtstag zu haben und einander so ähnlich zu sein hat nicht nur Vorteile!

Rettung nahte in dem Dienst von Casablitzblanca.de. Hier gibt es nicht nur die Möglichkeit, sich täglich eine Mail (‘Casamail’) schicken zu lassen, die einem die täglichen Putzaufgaben auf dem Silbertablett serviert, sondern auch einen Putzplan zum runterladen. Die Mails bekomme ich schon seit einiger Zeit, und wir folgen jetzt seit einer Woche streng dem Plan. Und was soll ich sagen- plötzlich ist hier eine gewisse Grundsauberkeit zu merken, alle Chaosecken werden nach und nach abgebaut. Klar hätten wir auch selbst einen Putzplan kreiieren können, aber der kluge Chaot ist eben faul. Auf jeden Fall ein netter Dienst für unorganisierte, chaotische Drecksschweinchen wie meinen Allerliebsten und mich!

Und was ist mit euch?

Chaot oder Putzteufelchen?

Veröffentlicht unter Alltägliches | 9 Kommentare